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ist online seit
15.10.2007
Der etwas andere Bericht
Hallo Zusammen, ich möchte mich Euch mal kurz vorstellen.
Mein Name ist Willi. Ich bin eine wunderschöne, dicke Hummel.
Wie Ihr alle sicherlich wisst, können alle Hummeln fliegen.
Physikalisch würde dies normalerweise gar nicht gehen, da wir zu unserer
geringen Flügelspannweite von 0,7 cm/2 eigentlich ein viel zu hohes Gewicht
von über 1,2 Gramm haben.
Da wir Hummeln aber keine Ahnung von Physik und Aerodynamik haben und das
nicht wissen können, fliegen wir einfach drauf los....und siehe da es
klappt.
Wenn ich diesen Selbstversuch am Anfang meiner Tage nicht auch unternommen
hätte, könnte ich Euch von dem nun folgende Erlebnis nichts erzählen!!
Vor ein paar Tagen habe ich einen ganz besonderen Geruch in meine hoch sensible
Nase bekommen und bin diesem himmlischen Aroma einfach mal gefolgt. Dabei
musste ich sogar mein Revier und meinen geliebten Garten am Rheinufer verlassen
und bin einfach der Nase nach geflogen.
Es war ein faszinierendes Aroma, es roch für mich nach dem Himmel auf
Erden, nach den Engeln und dem lieben Gott,.... es roch ... nach Balistol
– Öl.
Wer in Gottes Namen lockt mit so einem sündigen Parfum.
Es war ein Biker, der seine Fat Bob mit Balistol-Öl einrieb und sie so
zum Glänzen brachte. Es war genau 8:00 Uhr in der Früh und er war
gerade dabei, die Ledersatteltaschen einzureiben, als ich mich auf seinen
schwarzen Tank setzte und ihm interessiert über die Schulter schaute.
Es war ein seltenes Motorrad, bullig, breit, schwarz und...es hatte insgesamt
4 Lampen, wobei drei davon permanent leuchteten!!! Auf dem schwarzen Tank
stand Harley Davidson, es war eine Fat „Road“ Bob!
Von dem tollen Geruch war ich schon richtig high, als ich plötzlich bemerkte,
wie der Typ ein paar Plastiktüten in die Satteltaschen packte und sich
mit einem dicken Kuss von der „Besten aller Ehefrauen,“ verabschiedete.
Neugierig wie ich nun mal bin, nutzte ich die Gelegenheit, um den Inhalt der
Plastiktaschen zu untersuchen und habe dabei festgestellt, dass in den Tüten
verschiedene Biker-Klamotten und Waschutensilien eingepackt waren.
Doch plötzlich wurde es stockdunkel um mich herum, hatte der Typ doch
tatsächlich die Satteltaschen einfach zugeklappt und mich eingeschlossen!
Broooooaaaaaarrrrooooommmmm!!!
Mit einem ohrenbetäubenden Urknall wurde ich in eine noch viel größere
Panik versetzt.
Was war das? Der ganze Inhalt der Satteltaschen fing an zu vibrieren. Er hatte
seine Fat Bob angeworfen und ist mit einem Affenzahn losgefahren. Ich wurde
in die letzte Ecke der Satteltasche gedrückt und konnte mich vor lauter
Angst kaum noch bewegen. Doch der himmlische Geruch um mich herum, lies meine
Angst so langsam schwinden!! Auf einmal kam ich so richtig ins Träumen,
was vielleicht auch daran lag, dass mein Biker die Fat Bob abstellte, der
Höllenlärm nun schlagartig verschwunden war und absolute Stille
in meinem Gefängnis einkehrte.
Mein Biker ging in eine Bäckerei, wo er mit lautem Hallo begrüßt
wurde. Ich schnupperte duftenden Kaffee und frische Mandelhörnchen!!!
Er war jedoch kaum ein paar Minuten weg, als sich plötzlich noch viel
mehr Lärm und noch mehr Motorräder um mein Versteck versammelte.
Ohrenbetäubend, der echte Wahnsinn!!
Lauter schwarzgekleideten Typen klopften sich auf die Schultern und umarmten
sich aufs herzlichste. Schlagwörter flogen hin und her:
„Penzl,...Screaming Eagle,...Vance & Hines,....Remus,....Dr. Jekill
& Mr. Hyde,....KessTech,...!“
das musste auf jeden Fall etwas mit dem Krach zu tun haben, denn bei jedem
der Namen wurde am Gasgriff gedreht und die Typen klopften sich noch kräftiger
und anerkennender auf die Schultern.
Sie waren wie kleine Kinder, die stolz ihre ersten Rasseln vorführten.
So allmählich hatte ich mich aber an den Krach und das Getöse gewöhnt
und wurde richtig neugierig, wo diese Typen mit Ihren Motorrädern eigentlich
hin wollten!
Und so krass und furchteinflößend wie sie aussahen, waren sie doch
eigentlich gar nicht! Die schienen eigentlich ganz nett zu sein. Dies konnte
ich aus meinem Versteck heraus gut erkennen, denn in der Satteltasche war
ein winziges Guckloch, aus dem ich meine Begleiteskorte genau beobachten konnte.
Nun gut, für mein Geschmack zu viele schwarz und zu viele Muskeln, hoffentlich
waren die nicht auch noch aggressiv? Na warten wir`s mal ab!
Ich war echt gespannt, wo die Reise schlussendlich hingehen sollte??
Kaum kamen mir diese Gedanken, rief auch schon ein kräftiger, untersetzter
Kerl mit Lederjacke: „Lasst uns endlich losfahren, sonst sind die Pottler
noch vor uns beim Treffen am Edersee!!!!
Das musste also der Boss der ganzen Truppe sein. Ehrfurchtsvoll raunten sich
die anderen zu: „ Beeilt Euch, der Jürgen will los, der hat bestimmt
eine Wette mit den Anderen Laufen!“
12 Biker, also das dreckige Dutzend setzte sich mit Donnerhall in Bewegung
Aha, dachte ich mir, es geht also zum Edersee!!!!!
Der war mir zwar noch völlig unbekannt, aber den sollte ich ja nun bald
kennen lernen.
Den einzigen Eder, den ich bisher kannte, war der Meister Eder, der von meinem
Freund Pumuckel!!!
Die Fahrt war für mich der reinste Horror! Im Formationsflug
ging es über die Landstraßen und Ortschaften, bis es plötzlich
richtig leise um mich herum wurde. Wir standen am Straßenrand, hinter
einem einzigen Bike, alle Anderen waren bereits außer Reichweite!
Mein Biker fragte seinen Vordermann: „ Hey Olli was ist los, was hängt
Dir denn da aus dem Mund?“
„Mein Neopren-Halstuch ist mir fast weg geflogen und ich konnte es gerade
noch mit den Zähnen festhalten, aber diese Aktion war mir für die
restlichen 100 Kilometer dann doch zu weit!“
In wenigen Minuten hatten wir danach unsere Truppe wieder eingeholt und das
dreckige Dutzend rollte weiter Richtung Edersee.
Mittlerweile konnte ich mir auch die Namen der Biker merken, obwohl es nicht
immer einfach war, da die Jungs sich anscheinend immer mit dem Nachnamen ansprachen.
So hieß der eine mczwo und in Wirklichkeit Franky, den Anderen nannten
sie Black Jekill und der hieß mit Vornamen Karl-Heinz! Komisches Volk!!
Der nächste Zwischenfall lies nicht lange auf sich warten. Bei Mirko
hatte sich eine Plastiktüte um die Fußraste gewickelt, die er bei
der erstbesten Gelegenheit wieder loswerden wollte. Er steuerte deshalb die
nächstbeste Ausbuchtung der Landstraße an und brachte sein Bike
zum stehen. Karl-Heinz, der Hilsbereite, verließ sofort seinen angestammten
Platz in der Mitte der Straße und wollte Mirko zu Hilfe eilen. Leider
war Thomas, der Rechts neben ihm fuhr, noch im Weg, der daraufhin einen Ausflug
in den Straßengraben machte und nur durch sein artistisches Fahrkönnen,
seine Fatbob in der Senkrechten und dadurch auf zwei Rädern halten konnte.
Mit zitternden Händen und Schweißperlen auf der Stirn schaute er
ziemlich fassungslos zu uns herauf. Der Biker Elsi zeigte großes Erbarmen
und schob Thomas wieder zurück auf die Straße, da er ohne fremde
Hilfe nicht mehr aus dem tiefen Graben herausgekommen wäre. Dies schien
Karl-Heinz hingegen nicht zu interessieren, da er sich vielmehr mit großem
Interesse um die eingewickelte Fußraste von Mirko zu kümmern schien.
Elsis nagelneue Harleystiefel sahen nach dieser Aktion aus, als ob er den
heimischen Garten umgepflügt hätte.
Von dem ganzen Vorfall hatte unser Road-Captain Jürgen
allerdings nichts mitbekommen und hetzte deshalb weiter mit der ersten Hälfte
der Truppe gen Edersee.
Nur Gunther und mczwo hatten das Fehlen von uns Nachzüglern bemerkt und
hielten rechts am Straßenrand.
Trotz halsbrecherischem Tempo ist es uns bis Dillenburg, der ersten, angekündigten
Rast nicht mehr gelungen, zu unserer Spitze aufzuschließen.
Warum gaben die Jungs da vorne nur so Vollgas? Wollten die wirklich die ERSTEN
sein!!
Weit gefehlt, der Treffpunkt lag genau bei McDonalds und der Hunger schien
ungeahnte Kräfte frei zusetzen, vor allem an der rechten Gashand.
Wo verdammt noch mal war der verflixte McDonald in dem Kaff zu finden???
Für unseren Road-Captain anscheinend kein Problem (wahrscheinlich kannte
er jeden zwischen Flensburg und Passau!), allerdings für den Rest der
Truppe schon.
Schlussendlich trafen sich alle am Bahnhof, da dieser hinreichen ausgeschildert
war.
Böse Flachsereien musste sich der gute Jürgen von der restlichen
Truppe dafür anhören.
Endlich waren wir da!!
Die Motoren der Moppeds waren kurzfristig nicht mehr zu hören, dafür
aber Geschrei, Gelächter und wieder mal jede Menge Schulterklopfen.
Endlich hat mein Biker die Satteltaschen geöffnet und ich konnte an die
frische Luft. Sofort bin ich Richtung Anmeldestelle geflogen und habe mich
dort niedergelassen um die Neuankömmlinge zu begutachten.
Das Päärchen Obervogel, sicherlich auch in der Tierwelt zu Hause,
hatten ihre leicht angestaubten Fat Bobs doch tatsächlich mit rosafarbenen
Samttüchern geputzt und auf hochglanz poliert, bevor sie die Bikes unter
riesigen rosa und hellblauen Kondomen versteckten. Manche Biker sind schon
seltsam und gar nicht so, wie man sie sich eigentlich immer vorstellt!!
Was mir sofort aufgefallen war, ist die Tatsache, dass bei einigen Personen
ein fast ehrfürchtiges Begrüßungszeremonial stattfand.
Es wurde eine Foren-Mutti begrüßt, die gar keine Brüste hatte!!
Ein Feuerteufel der keine Hörner, geschweige dann noch Haare auf dem
Kopf hatte!!
Eine Fat-Bobberin, die sich als Päten-Tante outete, aber offensichtlich
noch gar nicht so alt war!!
Ein Münchner Präsident, der als Schleppe, eine riesige Bayern-Stammtisch-Fahne
von seinem Gefolge hinter sich hertragen lies!!
Eine quitschfidele Bikerin, mit sehr hoher Stimme, die auf einem orangenen
Bike, über den Zeltplatz prominierte!!
Ein mczwo - unser Franky - der wegen seiner Nussecken von allen Bikern angehimmelt
wurde.
Ein McLoud, der so gar nicht wie ein High-Länder aussah, aber immer eine
Straßenkarte mit sich trug
Quitter, ein wandelndes Computer-Hirn, der Wikipedia und Google sicherlich
locker in den Schatten stellen konnte und permanent von der Truppe über
irgendetwas befragt wurde!!
Und zu guter Letzt eine majestätische Erscheinung, die von allen Beteiligten
mit „Godfather Jörg“ angesprochen wurde!!
Tiefe Verbeugungen der gesamten Motorradjünger huldigte seinem Erscheinen.
Ich vermute mal, dass er der König und die vorab Aufgezählten, die
geistigen Schöpfer oder zumindest die Ratsherren der ganzen Versammlung
waren!!
Der Strom der Ankömmlinge nahm kein Ende und am Ende
hatten doch tatsächlich knapp 230 Bikerinnen und Biker mit 178 Harleys
auf dem Zeltgelände geparkt und ….eine rote BMW!!
Was war das denn? Der Fahrer der BMW wurde sofort zu niederen Diensten verdonnert
und musste nach gestrenger Anleitung vom Feuerteufel Arne, bis in die späte
Nacht das Holz zur Feuerstelle karren und dieses bis in den Morgengrauen immer
wieder nachlegen.
Don Carlos, die südlichste Speerspitze des Rhein/Sieg-Stammtisches, baute
doch tatsächlich für sich allein, ein zweistöckiges Luxuszelt
auf, in dem man locker eine ganze Schulklasse hätte unterbringen können.
Kleine Korrektur, er ließ doch tatsächlich ein zweistöckiges
Luxuszelt aufbauen, in dem.....!!
Der gestrenge Road-Captain Jürgen war - je später der Abend wurde
- immer freundlicher und lief doch tatsächlich mit einem Dauergrinsen
über den Platz.
Lag es etwa an dem süßen Geruch, der ihn umgab? Es roch fast besser,
wie mein Biker mit seinem Balistol-Öl!!
Meine wachsamen Augen war nicht entgangen, dass er sich das eine oder andere
mal in der Region der niederländischen Fat Bober auf dem Campingplatz
aufgehalten hat!! Gab es dort denn etwa was umsonst? Vor allem mit einem Papi
-nicht sein regukärer Vater - hatte er es ganz schön Dicke!!
Allen schien das Essen geschmeckt zu haben, denn es wurden unzählige
Getränke zum verdauen der Speisen nachgeschüttet.
Nur die Forenmutti war noch auf dem Gelände unterwegs und suchte verzweifelt
nach etwas Vegetarischem, um seinen aufkommenden Hunger zu stillen. Wie böse
Zungen anschließend behaupteten, wurden einige niedlichen Hasen gesichtet,
die mit rotgeweinten Augen vor ihrem Bau saßen und nur unter großem
Protest und unter Androhung einer Tracht Prügel, ihren Vorrat an Mörchen
an ihn rausgegeben hatten.
Im Zelt war mittlerweile die Hölle los und eine One-Man-Band heizte den
Mädels und Jungs so richtig ein.
Zum Ende des ersten Tages hatten manche Biker einige Mühe ihre Stoffunterkunft
zu finden und vor allem, den verdammten Reisverschluß des Zelteinganges
zu öffnen.
Böse Zungen behaupten sogar, das der Eine oder Andere sein perfekt aufgebautes
Zelt, an allen drei Tagen, nie von innen gesehen hat!
Ich hatte mein Quartier mittlerweile gewählt und war zu meinem neuen
gut riechenden Beschützer Jürgen ins Zelt gekrochen und habe selig
die restliche Nacht durch geschlafen.
Urplötzlich war der Samstag da und die lang ersehnte Ausfahrt stand an,
die ich mir natürlich auf keinen Fall entgehen lassen wollte.
Noch völlig benebelt, habe ich meinen neuen Freund verlassen und war
zu meinem Bike geflogen um in meinen geliebten Satteltaschen Zuflucht zu suchen.
Das leckere Frühstück konnte ich deshalb nicht so richtig genießen,
da war ich aber nicht der Einzige!
Dann ging es los, die Maschinen wurden angeworfen und die große Bikeparade
begann.
Gänsehaut pur bei den Teilnehmern und heftiges Flügelzittern bei
mir, die Rundfahrt um den Edersee war dann doch aber der absolute Hammer.
Nur die kleine Ines war nicht ganz so gut drauf, denn sie musste sie sich
doch tatsächlich entscheiden, die geile Tour mit zu fahren, oder sie
aber gänzlich sausen zu lassen, um dafür der wartenden Weltpresse,
die besten Filmaufnahmen der Bikerszene präsentieren zu können.
Da noch genügend Zeit bis zur planmäßigen Kaffeepause war,
hatte Mick, der Berliner Baggerfahrer, mit seinen Begleitern, die kleine Ines
noch zu einem schnellen Mittagessen überredet. Nur nach großem
Zögern willigte sie daraufhin ein, denn sie hatte einfach Angst, die
Mädels und Jungs zu verpassen.
Sie waren jedoch gerade erst bei der Vorspeise angelangt, als die Motorradgruppe
an den staunenden Filmemachern vorbeizog und den Rastplatz mit Kaffee und
Kuchen ansteuerte. Ines würdigte fortan ihren Begleitern keines Blickes
mehr und fuhr der Biker-Truppe hinterher. Die Beweisaufnahmen für das
Guinnes Buch der Rekorde waren somit im Eimer!
Keiner der Wartenden konnte doch mit einer so schnellen Runde der Truppe rechnen,...
bis auf die Organisatoren, die bereits am frühen Morgen, die Tour abgefahren
waren und die gefährlichen Straßeneinmündungen mit Blockern
gesichert hatten!
Das nenne ich mal eine Organisation!!
An der großen Brücke haben sich nachher alle versammelt, um die
obligatorischen Bilder machen zu können. Plötzlich hatte einer die
Idee, in dem ausgetrockneten Bachbett ein Gruppenfoto zu schießen. ..und
Ihr glaubt es nicht, wie Lemminge sind alle hintereinander hergelaufen und
haben sich in Position geworfen.
Am Abend wurde es dann richtig laut, im Festzelt spielte eine Mega-Band, fantastische
Mucke aus den Siebziger- und Achtzigerjahre. Das war der Hammer.
Auf der Tanzfläche und am Grill spielten sich die verrücktesten
Szenen ab, ich kann Euch nicht berichten, wer dabei die besseren Verrenkungen
gezeigt hat. Die Jungs am Grill, die sich Ihre Pfoten verbrannt haben oder
die Tanzwütigen mit Ihren komischen Verrenkungen.
Auf jeden Fall waren es mal wieder die Rhein/Siegener, die durch ihre Einlagen,
mal wieder maßgeblich zur Erheiterung beigetragen haben.
Die Hitze im Zelt wurde so langsam unerträglich, sodass ich mich entschloss,
mal für ein paar Stündchen an die frische Luft zu gehen.
Anscheinend war es diesem Zustand zu verdanken, dass ich die weiteren Geschehnisse
im Zelt nicht mehr verfolgen konnte und Euch dadurch nichts mehr darüber
berichten kann.Die frische Abendluft tat mit richtig gut und froh gelaunt
bin ich über den Zeltplatz geflogen und habe mich zu den Niederländischen
Freunden gesellt, die alle super drauf waren und einander glückselig
anstrahlten.
Ich entschloss mich, den Abend bei meinen neuen Freunden
zu verbringen, die gutschmeckenden Rauchschwaden waren einfach zu verlockend!!Am
frühen Morgen wurde ich unsanft geweckt und doch tatsächlich in
ein verschwitztes T-shirt eingewickelt und in einer Gepäckrolle verstaut.
Mannomann, war das eng, ich bekam plötzlich wahnsinnige Platzangst.
Alle packten zusammen und schnürten ihre Utensilien auf ihre Moppeds.
Warum gab es nur diese verdammte Hektik, kann man denn den Tag nicht gemütlicher
angehen?
Aber ich verstand so langsam, die Biker wollten alle wieder heim und hatten
bestimmt noch einige Hundert Kilometer vor sich , bevor sie ihren Heimathafen
ansteuern konnten.
Nur ich war in einer holländischen Gepäckrolle verstaut und wusste
nicht, wie ich mich jemals wieder daraus befreien sollte.
Mir blieb keine andere Wahl, ab mit der Truppe nach Holland!!
Papi führte den Clan an und alle anderen folgten ihm Richtung Niederländische
Heimat.
Über den Rest der Reise kann ich Euch leider nichts berichten, da ich
aufgrund meiner angeborenen Klaustrophobie das Bewustsein verlor und erst
wieder in Holland - nach dem Auswickeln aus der Gepäckrolle – wieder
zu mir kam.
Ja was soll ich sagen, ich habe genau 14 Tage gebraucht, bis ich wieder an
meinen geliebten Rhein zurückgefunden habe, denn so lange war ich doch
tatsächlich unterwegs.
Gefallen hat mir mein Ausflug aber auf jeden Fall und den Termin für
das kommende Jahr habe ich mir in meinem Kalender bereits ganz dick angestrichen.
So ein MEGA-Erlebnis hatte ich in meinem ganzen, langen Hummelleben noch nicht
mitgemacht.
Dafür einen herzlichen Dank an alle Beteiligten!!
Nur müsste ich mir zukünftig für die Rückfahrt ein geeigneteres
Taxi besorgen, das mich wieder vor der eigenen Haustüre abliefert und
nicht eines , dass mich unfreiwillig im Ausland aussetzt.Wir sehen uns am
EDERSEE 2012!!

Text : Die Hummel Willi
Fotos und Videos: Fat-Bob-Forum