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15.10.2007

Fat-Bob-Meeting 2010

Vorspann:

Tage, nein Stunden nach dem feucht-nass-klischnassem Wispertal Meeting in 2009 hatdas Orga Team bereits Pläne geschmiedet, organisiert, gemailt, telefoniert und geskypt - um ganz klar ein Fat Bob Meeting der Superlative für 2010 auf die Beine zu stellen.
Wie die kleinste Erschütterung Nitroglycerin zu einer Hammer-Explosion verhilft, sohochgradig feurig war bereits im Juli 2009 die Vorfreude auf das Treffen in 2010. Gesteigert und weiter entfacht hatte sich die Vorfreude in schier unerträgliche Ungeduld indem sagenhaft langen, kalten und schneereichen Winter.
Schnell vergessen waren die dauerhaft klammen Klamotten des letzten Treffens, der nasskalte Boden im Zelt in der Nacht, die menschliche und auch unmenschlicheGeräuschkulisse auf dem Zeltplatz, der Frust über den Schlamm an den Füßen, an der Dicken, am Zelt...geblieben waren die kleinen und nachhaltigen, ursprünglichen Freudendes Lebens: die Gedanken an das warme Feuer - entfacht von unserem Freenet, dieFreude von Werner40 über Neuentdeckungen an seinem Bike, der nun Zündi09 heißt undnicht zu vergessen: viele neue Bekannte & letztendlich Buddies, die jedem selbst das Leben bereichert haben.
Die weiße Winterpest war weg, es folgte der Frühling und damit das Kribbeln in denHänden und Füßen, WANN ist endlich Juni?

Die Anmeldeliste wuchs täglich, unsere Mod.s verbrachten täglich Stunden im Forum, um die endgültigen, gesamt 155 Anmeldungen zu aktualisieren. Ich wiederhol das noch mal inWorten: Einhundertfünfundfünfzig Buddies,
davon mindestens einhundertzwanzig FatBob.s. Hammer!
Explodierte Backstuben, anstehende Prüfungen, Job und Familie, Freunde, schönes Wetter, gemeinsame Ausfahrten mit der Dicken und was weiß ich noch, - nichts davonkonnte unser Orga Team davon abhalten, das Fat Bob Edersee Meeting 2010 mit allem drum und dran für uns Buddies auf die Beine zu stellen.
Ein besonderes Event benötigt eine ausgiebige und intensive Reiseplanung. Bereits Anfang März wurden die Reiserouten aus allen Himmelsrichtungen im Forum gepostet.
Die Frage, wer wann mit wem und von wo und zu welcher Zeit sich wo trifft und wen nochmitnimmt wurde intensiv und ausdauernd beleuchtet.
Ab Anfang Juni wurden sämtliche Wetterinformationsportale mehrfach täglich von sicher gut zwei drittel aller Teilnehmer abgefragt, eine ungeschriebene Forumsregel verbot auchnur die kleinste Ansage nach Regen und schlechtem Wetter.
Mitte Juni brachte es Jörg auf den Punkt:
„eigentlich ist es auch egal wie das Wetter wird. Es werden über 150 Leute am Edersee zusammenkommen, um eine Party zu feiern. Wir werden keine 30 Grad haben Es bleibt sehr wahrscheinlich trocken.
Wir haben genug Bier, Grillgut und noch so einiges mehr im PettoIch freu mich drauf und wenn ich mal kurz nass werde...sch..ß egal“

Donnerstag, 24. Juni 2010

Das Gefühl kennt jeder: ausgerechnet dann, wenn man sich auf etwas freut, nein, wennman sich auf etwas freut wie ein völlig durchgeknallter Verrückter, genau dann vergeht dieZeit nicht. Minuten werden zu Stunden, der Tag ist wie Leim, ständig guckt man auf dieUhr, und wieder sind sagenhafte dreißig Sekunden verronnen.
Was lenkt ab? Klamotten packen, die Dicke beladen - wieder alles abladen, weil.s nicht halten könnte - wieder alles neu beladen und sichern - Mist, jetzt paßt nicht mehr alles drauf. Also noch mal von vorne...Okay, jetzt sitzt alles. Shit, hab ich das Shirt eingepackt,wo ist der Hoody? Alles noch mal runter. Okay war doch alles drin, naja gut, Vertrauen istgut, Kontrolle ist besser. Nach schweißtreibenden Beladungsaktionen in gut 130 GaragenDeutschlands, Holland, Österreich und in der Schweiz war nun jeder bestens vorbereitet.
Vorfreude hat des öfteren Nebenwirkungen, Nebenwirkungen die kein Mensch braucht.Nachts, wenn normalerweise die Uhr eigenmächtig schneller tickt, trödelt der Zeiger rum als hätte er nichts zu tun. Da bleibt einem doch nichts anderes übrig, als öfters als normal, fast schon krankhaft, ständig und immer wieder die stillen Örtlichkeiten zu besuchen.

Freitag, 25. Juni 2010

Erster Tag des Treffens, Tag der Anreise, Tag des Wiedersehens, Tag des Kennenlernen.s, endlich, der lang ersehnte Tag des Edersee-Meetings war da!
Alle Buddies nördlich vom Edersee konnten die sexy Gummihäute an der Dickenverstauen, die südlich anreisenden Buddies hatten dafür mehr Platz am Bike. Für Pit1975 aus Lugano begann der Tag um vier Uhr Nachts, er hatte neben dem Gepäck & Zelt zusätzlich seine Schwester und eine 4,5 kg schwere und gefühlt einen Meter langeToblerone noch dabei. Asche ritt 850 km einfach auf der Dicken aus Wien an, dabei warenihm unterwegs zwei Krümmerschrauben verlustig gegangen. Der gesamte Süden kämpftesich durch strömenden Regen, Wetter, bei dem man nicht mal einen Hund vor die Türejagt.
Die Nordlichter sind mit 16 Fat Bob.s, der Ruhrpott mit 22 Bikes, die Black North Crew mit 9 Buddies, 22 Fat Bob.s aus dem Neckar-Valley und Rhein-Neckar, die Berlin-Brandenburger mit 8 und die Nordbayern ebenfalls mit 8 Bikes angereist.
Hat mächtig Eindruck gemacht, so ne Horde Fat Bob.s von überall her. Einfach geil, wenn man in den Spiegel guckt....
Aus noch völlig unbekannten Gründen mussten die Dicken der Nordlichter alle 150 km wieder getankt werden. Dieses Ritual nahm jeweilig mindestens eine halbe Stunde Zeit inAnspruch, das hatte aber absolut nichts mit einer kurzen Raucher- und - kurz - mal -auf.s Klo - gehen - und - sich - dann - verquatschen - Pause zu tun.
Die Ankunft war Drehbuchreif. Man fiel sich in die Arme, weil man sich kannte - auch wennman sich vorher noch nie gesehen hatte. Ein breites Grinsen wäre eine maßloseUntertreibung für die Freude, die jedem einzelnen Buddie ins Gesicht geschrieben war.

Wir waren zu Hause, ohne daheim zu sein.

Jeder wurde herzlich begrüßt und registriert und beschildert, schließlich ist nicht immer einBuddie an seinem Forums-Avatar erkennbar.
Mit Stolz und Würde stellte jeder seine Dicke auf dem fantastischen Gelände ab, einMotorrad nach dem anderen, keine wie die andere, eine schöner als die andere, docheines war unverkennbar selbst für Laien erkennbar: alles Fat Bobs. Einzig in der Farbwahl reichte die Variation von black denim über vivid black zu black denim und vivid black.

Wesentlich individueller waren da die Unterkünfte: von einer Hundehütte großen Behausung, Wurfzelt mit Wellnessabteilung, Liebestunnel, Penthouse-Zelten bis hin zuden komfortablen Ferienwohnungen. Aber auch hier wurde mehr geklotzt als gekleckert: wann bitte darf man als Erwachsener ganze zwei Nächte in einem Stockbett verbringen?
Das was die Uhr einen Abend zu vor gebummelt hatte, wollte sie heute schleunigst wieder einholen. Die Zeit verging wie im Flug. Man wollte sich unterhalten, kam gar nicht dazu, weil schon wieder neue Buddies eingetrudelt kamen. Kaum hatte man die begrüßt, lief man wieder in die nächsten Begrüßungsarme. Was hatte sich DIE Vorfreude gelohnt! Wiebeschreibt man ein Ereignis, welches einfach unbeschreiblich ist?
Treffen? Meeting? Mein Wortschatz gibt aktuell kein passendes Wort dafür her. Ich lege esaber nach, sobald ein treffender Ausdruck neu erfunden wurde.

In der Grillhütte gab.s neben Bier und lecker Grillgut hauptsächlich eines: mega mäßiggute Laune. Fleißige Hände standen an der Grillschmiede und haben uns alle verköstigt - richtig, nicht einfach nur ein Grill. Das Teil war so heiß, man munkelt, dass dort nebenbeiFat Bob Teile geschmiedet wurden.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit schlichen einige Buddies herum und sammeltenBrennbares. Nein, Freenet war.s nicht - ausnahmsweise. Allerdings hat Freenet diekorrekte Abbrennung bis zum Schluß überwacht.
So ein Lagerfeuer, angefacht von Gesprächen über Benzin, schweißt zusammen. Die innere Ruhe kehrt zurück, jeder ist wie er ist und das ist genau das, was genau dieses Zusammensein ausmacht.

Wie nicht anders zu erwarten, wurden in der Nacht in sämtlichen Tonlagen Hölzer gesägt, es wurde von einem durchdringenden Knattern und Schnorcheln berichtet, welcher denaktuellen Guinnes Rekord von 93 Dezibel überschritten haben soll. Allerdings ohne E-Nummer.

Samstag, 26. Juni 2010

Eigens für Jörg wurde der weltweit erste, echt anhörende und echt riechende Fat Bob-Wecker entwickelt und gleich auf volle Funktionsfähigkeit getestet. Dem Teil fehlt nur dieSchlummer-Taste, danach ist das Ding marktfähig.
Wie zum Almabtrieb hordeten am Morgen die spontan über Nacht ausgehungerten Biker zum Frühstücksbuffet. Nach einer ausgiebigen, reichhaltigen und sehr guten Stärkungstarteten 25 Fat Bob.s ihren Weg zum deutschen Customizer Papst Fred Kodlin. Dortwurden mal schlappe 8 Auspuffanlagen, diverse Luftfilter und wohl auch eine Fat Bob? bestellt. Hat sich gelohnt, für alle Beteiligten, auch für die, die nichts gekauft haben, ist einBesuch bei Fred Kodlin wohl legendär.

Geplant war gegen 14:00 Uhr eine Ausfahrt mit den Bikes , ca. 33 km durch die nähereUmgebung, zu machen. Tatsächlich aber stattgefunden hat ein Erlebnis der besonderenArt. Der Himmel war blau, die Sonne schien, es war plötzlich erneut ein Kribbeln zuspüren, diesmal aber anderes. Die Luft war wie elektrisiert, die Bikes ungeduldig, undplötzlich: dieses donnern. Man hatte das Gefühl, alle betätigten gleichzeitig denStartknopf. Dieses donnern, unbedrohlich aber präsent, wild aber dennoch zahm undplötzlich ging.s los: ein Doppellicht am anderen, pausenlos, immer weiter, schier endlos schob sich das V-Twin-Donnern von über 120 Fat Bob.s und einem wassergekühltenKawaKai :-) an den Passanten vorbei. In einer Tausendstel Sekunde war man von einer Ganzkörpergänsehaut befallen, dieses Erlebnis war unbeschreiblich, unvergesslich undvor allem: bisher weltweit einmalig!
Dieser einmalige Moment mußte für alle kommenden Wintertage, Jahre, Jahrzehnte...für unsere Enkel, Urenkel, Ururenkel, ach was: für alle Ewigkeit! bildlich festgehalten werden!
Dieses Bild ist bereits jetzt legendär: über Einhundertundzwanzig Fat Bob.s in Reih und Glied, über Einhundertundzwanzig Biker auf der Brücke - klar, denn eine Legende hatimmer einen Anfang: und der war genau zu diesem Zeitpunkt.
Ausgehungert von der extrem langen Tour, stürzten sich alle Biker gleichzeitig auf das Kuchenbuffet, so, als gäbe es kein Morgen mehr. Ähnlich der Schnäppchenjagd zum Beginn vom Schlußverkauf, nur ohne Überrannte und Verletzte.

Cui honorem, honorem - Ehre wem Ehre gebührt:

Longest Ride - Asche (Andreas)
3. Platz Best Custom - Gunther
2. Platz Best Custom - Freenet (Arne)
and now, Ladys and Genetlemen, here the first rank for the best custom Fat Bob. The first place goes to: Flame (Andrea)!!!


Nach ausgiebigem Applaus folgte eine kurze, andächtige Ruhe, ein gespanntes Raunen im Grillhüttensaal. Jörg ging zum Tisch und holte einen schwarzen Karton. Von purer Neugierde geplagt schoß mir durch den Kopf, was ist da wohl drin? Ausgerechnet.... ich stand viel zu weit weg um auch nur ansatzweise zu erahnen, was oder für wen da drin nur sein könnte....dann, nach quälenden Neugier-Sekunden-Bruchteilen, bat Jörg unseren Forums-Retter McLoud nach vorne. Das Wort „Danke“ hat einfach zu wenig Buchstaben für das, was McLoud verdient hatte, nach der unvergleichlichen Forums-Rettungsaktion. „Savior of the page“ graviert in Glas, klingt nach dem, was McLoud sich mehr wie verdient
hatte.
Am Abend wurde erneut die Grillschmiede angeheizt, schließlich bereitet so ein Tag nicht nur Freude, sondern auch ordentlich Hunger! Gefühlte zehn Schweine gingen über den Tresen, dazu Kartoffel- und Nudelsalat in
Mengen.
Zwei Stunden später als geplant kam dann der Live Musiker aus Aachen, der gute Mann hatte sich wohl mächtig auf dem Weg zu uns verfranst. Doch seine Verspätung hat er bereits nach den ersten Minuten wieder wett gemacht: mit echt geiler Mucke!
Die war so gut, dass einige Mädels sich spontan zu Männer-Animations-
Unterhaltungstänzen der anständigen Art :-) haben überzeugen lassen.
Ein Unterhaltungsakt der besonderen Art ließ uns ein blonder, leicht bekleideter Vampir zuteil werden. In mörderisch hochhackigen Schuhen mit 20 cm Plateau, welche jedeitalienischen Schummeleinlage blaß aussehen liese, zeigte sie uns mit Ausdauer einenTanz der ganz besonderen und individuellen Art. Okay, die Schuhe sind vermutlich für einige Leser dieser Zeilen eine ganz neue Information.....
Lizzy wollte gegen Mitternacht das Ende der Zugabe des Musikers nicht mehr abwarten, das wurde ihm glatt zum Verhängnis. Lizzy und Markus hatten fast zeitgleich den gleichenGedanken, sich auf Toilette zu erleichtern. Leider wußte der eine nix vom anderen undMarkus hatte ohne vorher noch mal zu rufen, einfach die Türe abgesperrt. In Lizzy.s Haut will da wohl keiner gesteckt haben, wußte er ja nicht, wie lange ihn niemand hören würde. Gut das unser Quitter schnell zur Stelle war.
Dieser fantastische Tag klang aus mit guten Gesprächen am Lagerfeuer, wankend zum Zelt oder zu den Ferienwohnungen. Unser Honest (Mutti) nutzte die Gunst der Stunde, vorunserem Guinnes-Schnarcher eine Mütze voll Schlaf zu bekommen.


Sonntag, 27.06.2010

Tag der Abreise; der Verabschiedung; Tag des Abbaus; Tag der Versprechen, sich bald wieder zu sehen.
Die Abreise war viel zu schnell, aber verständlich - gefüllt mit nur positiven Gedanken und Erlebnissen waren viele Kilometer zu fahren. Wesentlich entspannter wurden die Bikes beladen, ist ja jetzt egal, ob man was vergessen hat oder nicht.
Die Ruhrpottler hatten sich bereit erklärt, die herrlichen Tage wieder rückgängig zu machen, zumindest das, was man als aufräumen bezeichnen kann
Kaum zu Hause angekommen, vielleicht noch nicht mal die Hände gewaschen, war der erste Weg zum Rechner. Anschalten, Hochfahren und ab ins Forum. So haben wir es doch tatsächlich geschafft, am Sonntag Abend zu sechzigst um 20:43 den Forums-Besucher-Rekord aufzustellen.

Als Abschluß kann man nur sagen:
Edersee 2010: das war ein Wiedersehen der Superlative, ein Beisammensein von Bikern mit ein und dem gleichen Interesse: die Fat Bob. Durch dieses Bike ist man in Deutschland, Österreich, Holland und der Schweiz überall zu Hause.

Edersee Fat Bob Meeting 2011, die Vorfreude hat schon begonnen zu gären! Auch nächstes Jahr bei herrlichstem Wetter, denn die Eagle-Regel besagt:
„Ist Fat-Bob Meeting auf Teichmanns Wiesen, wird der Himmel keinen Tropfen vergießen.“

YES!


Zu erwähnen wäre noch, dass so ein Fat Bob Meeting auch dunkle Seiten hat. Ich will jetzt auch eine,

ne Fat Bob!

Text : Ines
Fotos und Videos: Fat-Bob-Forum

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